Forsa-Umfrage: Fasten in Deutschland 2016
Jeder zweite Deutsche hat laut DAK-Studie bereits mindestens einmal für mehrere Wochen gefastet (53 Prozent). In diesem Jahr scheinen sich vor allem junge Leute zwischen 18 und 29 Jahren dem bewussten Verzicht verschrieben zu haben: Zwei Drittel von ihnen wollen fasten oder können sich dies vorstellen. Im Gegensatz zu den Älteren wollen jüngere Menschen aber deutlich seltener auf ihre Smartphones oder auf das Internet verzichten (12 Prozent zu 25 Prozent).
Anbieter: | DAK |
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Veröffentlicht: | Feb 2016 |
Preis: | kostenlos |
Studientyp: | Marktforschung |
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Branchen: | Essen & Trinken • Gesundheit • Kultur • Religion |
Tags: | Alkohol • Auto • Brauchtum • Digital Agenda • Fasten • Fastenzeit • Fernsehen • Fleisch • Internet • Nachhaltigkeit • Rauchen • Smartphone • Süßigkeiten • Tradition • Verzichten |
Ist Fasten sinnvoll?
- 35 Prozent der Befragten geben an, dass sie schon öfters über mehrere Wochen hinweg auf ein bestimmtes Genussmittel oder Konsumgut verzichtet haben. 18 Prozent haben dies schon einmal getan.
- 3 Prozent haben zwar bisher noch nie gefastet, wollen dies aber unbedingt einmal probieren.
- 10 Prozent haben es noch nie gemacht, könnten sich dies aber durchaus vorstellen.
- Demgegenüber stehen 33 Prozent der Befragten, die noch nie gefastet haben und für die das auch nicht in Frage käme.
- Häufiger als formal niedrig Gebildete geben Befragt e mit einer formal höheren Bildung an, dass sie bereits gefastet haben.
- Für über 60-Jährige kommt Fasten häufi-ger als für jüngere Befragte nicht in Frage.
Bisheriger Verzicht auf Genussmittel oder Konsumgüter
- Diejenigen Befragten, für die Fasten grundsätzlich in Frage kommt, wurden gefragt, auf welche Genussmittel bzw. Konsumgüter sie dann a m ehesten verzichten würden.
- Mit Abstand am häufigsten werden Alkohol (67 %) und Süßigkeiten (66 %) genannt. Darüber hinaus würde jeweils rund ein Drittel derjenigen, für die Fasten grundsätzlich in Frage kommt, am ehesten auf Fleisch (38 %), Fernsehen (33 %) und Rauchen (32 %) verzichten. Dass sie dann am ehe sten auf die private Internet- und Computernutzung, die auch Smartphones und Spiel ekonsolen beinhaltet, verzichten würden, geben 21 Prozent der Befragten an. 15 Prozent würden am ehesten auf das Auto verzichten.
- Die Anzahl derer, die am ehesten auf das Fernsehen und die private Internet- und Computernutzung verzichten würden, ist im Vergleich zu den Vorjahren zurückgegangen. Davon abgesehen haben sich die Werte im Wes entlichen nicht geändert.
- Während Männer etwas häufiger als Frauen am ehesten auf Alkohol verzichten würden, würden Frauen häufiger als Männer am ehesten auf Süßigkeiten und Fleisch verzichten.
- Dass sie am ehesten auf das Fernsehen verzichten würden, sagen unter 60-Jährige häufiger als über 60-Jährige. Befragte aus Ostdeutschland geben überdurchschnittlich häufig an, dass sie – wenn sie fasten würden – am ehesten auf Alkohol verzicht en würden und Befragte mit einer formal niedrigen Bildung sagen überdurchschni ttlich häufig, dass sie am ehesten auf das Rauchen sowie auf die private Inter net- und Computernutzung verzichten würden.
Genussmittel oder Konsumgüter, auf die am ehesten verzichtet würde
- Befragte, die – wenn sie sich entscheiden würden, für mehrere Wochen zu fasten – am ehesten auf die private Internet- und Computernutzung, die auch Smartphones und Spielekonsolen beinhaltet, verzichten wollen würden, wurden nach den Grün- den dafür gefragt. Für verschiedene vorgegebene Gründe, weshalb man sich vornehmen kann, einmal eine Zeit lang auf Computer, Internet, Smartphone, Spielekonsolen und ähnliches zu verzichten, wurden sie ge beten anzugeben, inwiefern diese auf sie zutreffen.
- Für die genannte Befragtengruppe trifft vor allem der Wunsch nach weniger Stress (59 %) voll und ganz oder eher als Grund für den Verzicht auf Internet und Co zu. Jeweils über die Hälfte gibt zudem an, dass die Grü nde „Ich will mich häufiger mit Freunden oder Verwandten treffen“ (56 %), „Ich will mehr Zeit für mich haben“ (55 %), „Ich will abschalten und mehr schlafen“ (55 %) und „Ich muss mich auf wichtige Aufgaben konzentrieren“ (53 %) voll und ganz oder eher auf sie zutreffen.
- Die Wünsche ruhiger zu werden (44 %) und mehr Zeit für Hobbys zu haben (40 %) werden hingegen von etwas weniger Befragten, die – wenn sie fasten würden – am ehesten auf die private Internet- und Computernutzu ng verzichten würden, als auf sie voll und ganz oder eher zutreffende Gründe bewertet.
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